Am Mittwoch dem 21.04.2010 um 20:45 Uhr wird die 30. Sendung Trödelfieber vom MDR gesendet. Wie immer hat Thomas Wolff zwei Aufgaben zu lösen. Diesmal geht es um eine alte Straßenbahn und einen Totofix Eishockey.
In Sammlerkreisen sind die Totofix Automaten vom VEB Lumet schon seit langen mehr als ein Geheimtipp. Nun schafft es der Totofix in eine Fernsehsendung.
Der Hermes von 1961/62 war des letzte Gerät von Wulff in der "Kurbler-Reihe". Vom Spielprinzip ist der Hermes ein 3 Scheiben Gerät, auf mechanischer Basis. Davon wurden etwa 6400 Geräte (Selekta, Präzisa, Präzisa Rapid und Hermes) produziert. Die Wettbewerber bauten ausschließlich elektromechanische Geräte, allen voran war der Marktführer NSM mit seiner Rotamint. Bei einer 10er Vorlage, Münzwechsler und Beleuchtung konnte der Hermes nicht mithalten, da er nur über eine echte Nachstartmöglichkeit für die erste Scheibe verfügte. Im Gegensatz zu der NSM Rotamint hat der Hermes nur ein geringes Betriebsgeräusch. Beeinduckend ist auch das Auszahlgeäusch von 10 Groschen zugleich.
O v e r a t h. Sonst flüstern nur die Gastwirte und Automatenbesitzer verstohlen über den Puderbacher Wilhelm Borns, der die Spielautomaten leert. Nachdem aber vor einigen Wochen eine deutsche Illustrierte die Spielfähigkeiten des westdeutschen Automatenschrecks in einem Exklusivbericht eingehend gestestet hatte, war der Name Borns in aller Munde. Vor allem aber die Automatenaufsteller hatten sich noch intensiver als zuvor mit dem Könner Borns befaßt. Einer unter ihnen zweifelte ganz entschieden an den Fähigkeiten des ,,Genies" Borns: Automaten-Müller. Von seinen Freunden kurz Charly genannt und durch seine Eskapaden zu immer neuen und außergewöhnlichen Ideen überall bekannt, hatte er dem Berufsspieler aus dem Westerwald ein sensationelles Angebot gemacht:
Obwohl die Firma Georg Wiegandt & Söhne aus Berlin - Neukölln in der Automatenbranche nach 1945 einen sehr guten Ruf hatte, aufgrund des großen Angebotsspektrums, gab es nur sehr wenige Geldspielgeräte. Bekannt sind bis jetzt 10 Typen. Alle Geldspielgeräte wurden von Wiegandt eigenständig entwickelt und produziert. Es gab keine Parallelen zu der Firma Günter Wulff. Die großen Stärken von Wiegandt waren ohne Zweifel die Warenautomaten, jeder kennt den „Kölnisch – Wasser“ . Auch die erste deutsche Musikbox von Anfang der 50er kam aus dem Hause Wiegandt.
Der Rex Rotor war zuerst als Nachfolgegerät für die erfolgreiche PR 52 Union (Union Automaten aus Düsseldorf war der Großhändler/Distributor) gedacht. Da der Markt auch Wandgeräte verlangte, gab es den Rex Rotor auch als Wandgerät im furnierten Mahagoni Gehäuse. Nach dem Erfolg der beiden Rex Rotor Varianten soll es noch einen Nachfolger, den Rex Rotor Luxus im Standgehäuse ähnlich Bergmann Universum, gegeben haben.
Die Markeinführung für den Rex Rotor (Stand- und Wandgerät) erfolgte auf der Frankfurter Messe im Frühjahr 1954 auf dem Stand von Union Automaten, Düsseldorf in der Halle 9.
Ein kurzes Zitat aus dem Automatenmarkt 04/1954: Auf dem ganzen Frankfurter Messegelände war nach einhelliger Ansicht der Besucher und auch der Presse der größte Betrieb in und um Halle 9 - der Münzautomaten-Halle. Am Eröffnungssonntag präsentierte sich den Besuchern eine tip-top renovierte, wohlig durchwärmte, farbenprächtige, von verhaltener (!) Musik aus 40-50 Musikautomaten erfüllte Halle. Geschmackvolle, gediegene und sehr eindrucksvolle Stände waren das äußere Kennzeichen dieser 9. deutschen Automaten-Messe, die von...
Die letzten rein mechanischen Geldspielautomaten in Deutschland wurden 1960/61 bei Günter Wulff, Berlin entwickelt und hergestellt. Ein Vertreter war der Perfekta. Er hatte als einziger Wulff-Bandit die Auszahlung von 10 Pfg. In die Konstruktion ist natürlich das gesamte Wissen seit dem Rotomat eingeflossen. Die Maschine macht weniger Laufgeräusche als z.B. eine Rotamint aus der Zeit, wo die Automaten fast nur in Gaststätten hingen und nicht jeder den „Automatenkrach“ beim Essen hören wollte. Ein weiter Pluspunkt war die Unabhängigkeit von einer Steckdose. Nachteilig für den Perfekta war auf alle Fälle der fehlende Voreinwurf von 10 Münzen, wie bei der Konkurrenz. Die fehlende Beleuchtung war ein weiterer Nachteil. Die Nachteile wurden über den Preis ausgeglichen. So gab es den Perfekta beim Großhändler für 665,- DM abzüglich 100,- DM für jedes Altgerät. Damit war der Perfekta mindestens 100,- billiger als elektromechanische Automaten. Preiswerter gab es nur den Astoria Supra (595,- DM – 100,- DM). Trotzdem gab es eine hohe Auflage von über 4000 gebauten Automaten. Vom Perfekta ist noch eine Exportversion mit einer englischen Scheibe bekannt. 1964 gab es Nachauflage mit dem Ludus von Lindl und Rollomat von Wolf.