Seit der Jahrhundertwende gibt es Geldspielautomaten mit Gewinnmöglichkeit. Hierbei gab es die unterschiedlichsten Gerätetypen! Leider kann ich hier nur einen kleinen Auszug der wunderschönen Geräte zeigen, die von unzähligen Herstellern fabriziert wurden.

Ein herzliches Dankeschön geht an die IMS (Informationgemeinschaft Münz-Spiel) die einen großen Teil der Fotos zur Verfügung gestellt hat. Die anderen Fotos stammen aus meinem Privatarchiv oder von anderen Sammlern.

In der ersten Gruppe seht Ihr Beispiele sogenannter Geschicklichkeitsautomaten. Beim "Bajazzo" muß man versuchen einen beweglichen Clown so zu steuern, daß dieser mit seinem Hütchen eine, über ein Nagelfeld herunterfallende Kugel, auffängt. Schafft man dies, erhält man wechselweise 20-30 oder 40 Pfennige ausbezahlt. Bei der "Zeppelin Schleuder" muß man eine 5 Pf-Münze mit einem Luftschiff auffangen und bekommt im Erfolgsfall eine 10 Pf-Wertmarke. Beim "Globetrotter" erhält man für einen Einsatz von 10 Pfennig fünf Versuche eine Kugel in einen Basketballkorb zu schleudern. Jeder Treffer wurde mit 20 Pfennig belohnt.

 

 

bajazzo

Bajazzo
ab 1904
verschiedene Hersteller

zeppelin

Zeppelin Schleuder
1905

globetro

Globetrotter
1955
Höhne

 

 


 

In der zweiten Abteilung befinden sich "Fingerschlaggeräte". Bei diesen Geräten muß versucht werden, eine Münze durch geschicktes "anticken" einer Schleuder an der rechten Seite des Gerätes in eine Gewinntasche zu schlagen.

norwafl

Norwa Flottweg
1951
Schulze

Elite Trumph
1930
Prieß

ErBü Wunder
1950
Büttner

 


Die dritte Abteilung zeigt die "1-armigen Banditen", die wohl bekannteste Version der Geldspielautomaten. Durch Herunterdrücken eines Hebels an der rechten Seite (daher der Spitzname), drehen sich drei Walzen mit Fruchtsymbolen oder Zahlen. Je nach Gewinnplan können bis zu DM 1.- gewonnen werden. Der Einsatz beträgt 10 Pfennig.

Beromat
1955
Wulff

Lottomat
1958
Wulff

Perfekta
1960
Wulff

 

Parallel zum 1-armigen Banditen gibt es auch Geräte mit einer Kurbel. Sie funktionieren im Prinzip genauso wie die Banditen. In der vierten Abteilung seht Ihr auch wieder 3 Beispiele.

 

Hermes
1961
Wulff

Omega
1931
Jentzsch & Meerz

Perfekta
1954
Jentzsch

 


In der fünften Abteilung gibt es etwas für die "Starken" unter uns. Gemeint sind die Kraftmesser. Auch hier konnte bei einigen Apparaten Geld gewonnen werden. Meist handelte es sich aber nur um den Einsatz den man zurückgewinnen konnte!

Globus
1928
Jentzsch & Meerz

Jupiter
1930

Kapitän Kinnhaken
1928
Ostelbische Automaten

 


In Abteilung sechs kommen die Schießautomaten zu Ihrem Recht. Auch hier gab es zahlreiche Geräte mit Gewinnmöglichkeit. Oft mußte auf eine sich drehende Scheibe mit Abbildungen geschossen werden. Die Art des "Schußes" war total verschieden. Kugeln, Münzen und auch "imaginäre Munition" wurden hierbei verwendet.

Loreley
1927
Schülke

Hubertus Fuchs Jagd
1927
Jentzsch & Meerz

Allen Voraus

 


In der siebten Abteilung seht Ihr Balancierautomaten. Hier war höchste Geschicklichkeit erforderlich. Münzen mußten über bewegliche Schienen oder einen drehbaren Teller in eine Gewinnöffnung gelenkt werden. Gewonnen wurden meist 30 - 40 Pfennig.

 

Bolero

ErBü Balanc
1950
Büttner

Jemoc
1926
Jentzsch & Meerz

 

In der achten Abteilung kommen wir zu den "Additionsgeräten". Hierbei handelt es sich um Automaten, bei denen ein Zeiger in 3 Läufen auf Zahlen oder Würfeln stehenbleibt und diese addiert. Gewonnen wurde in den unteren und oberen Bereichen, das heißt, für ganz wenig oder sehr viel Punkte gab es Gewinne. Die mittleren Werte waren die Verlustfelder.

Astra
1962
Wulff

Addi-mint Luxus
1962
NSM

Velomat Addizione
1964
Winkler

 


In der neunten Abteilung sehen wir Roulettekessel-Automaten. Fast jede Firma baute "Ihr" Modell. Beim "Dein Lotto" blieb der Zeiger auf einer Zahl stehen. Hatte man diese vorher ausgewählt, bekam man einen Gewinn. Nach demselben Prinzip arbeiteten auch der "Moulin Rouge" und der "Rouletta". Beim "Moulin Rouge" suchte man sich eine Laterne, beim "Rouletta" ein Pferd aus. Bei der richtigen Farbe wurde gewonnen! Diese Geräte wurden auch Vorwahlgeräte genannt.

Dein Lotto
1958

Moulin Rouge
1956

Rouletta
1957

 


In der letzten Abteilung "ehren" wir die großen drei. Gemeint sind die drei großen Automatenfirmen der 50er und 60er Jahre! Während "NSM" zunächst grundsätzlich Dreischeibengeräte baute, legte sich "Wulff" auf die 3 Walzen fest. "Bergmann", der dritte im Bunde, baute zunächst Tischgeräte.

 

Triomint
1953
NSM

Joker
1963
Wulff

Imperator
1954
Bergmann

 

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