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Wiegandt Toto
In den 50ern wurde der 1934 gesetzlich verordnete Stillstand in der Entwicklung und Aufstellung von Geldspielautomaten mit Gewinnmöglichkeit durch eine neue zeitgemäße Reglung ersetzt. In der Folge gab es viele Impulse für neue Automaten.
Vorgeschrieben war eine Mindestspieldauer von 15 Sekunden bei Einsatz von 10 Pfennig mit einem Höchstgewinn von 1 Mark. Die Gewinnausschüttung musste mindestens 60 Prozent aller Einsätze betragen. Das Spiel sollte einen Unterhaltungswert haben. In der Praxis wurde mit den Namen des Automaten ein Spielprinzip benannt, z.B. "Royal-Roulett" für das bekannte Casino-Spiel. Ein weiteres Thema war Toto oder Lotto. Der Vertreter von Wiegandt war das 10 Walzengerät Toto. Die 10 Walzen sind bis heute einmalig und für einen elektromechanischen Automat nicht zu überbieten.
Die Firma Georg Wiegandt & Söhne aus Berlin-Neukölln war ein Hersteller der 1956 sein 30jähriges Jubiläum feierte und war ein "Globalplayer" neben Wulff, Bergmann, NSM, .., im deutschen Markt. Neben den Geldspielautomaten stellte Wiegandt auch eigene Musikboxen her. Am größen war der Marktanteil im Sektor der Warenautomaten.
 
Doch nun zurück zum Toto, den einzigen 10 Walzenautomaten. Da Wiegandt keinen eigenen Vertrieb hatte, wurde dieser ausgelagert. So erfolgte der Vertrieb mit Werbung über WESTAV. Bekannt sind vom Toto zwei Varianten mit unterschiedlichen Auszahlquoten.

Das Bild rechts zeigt die Messeausführung von WESTAV. Bildquelle AM, Text vom Messebericht: Die schöne, geschmackvolle Aufmachung des Standes der Fa. W e st a v, Rothelmshausen, fand allgemein Anerkennung. Dieser Stand wurde auch viel aufgesucht, denn Heinz Kästner's neues Gerät TOTO war ein starker Anziehungspunkt. Der TOTO ist eine Zehnwalzenmaschine mit einem Spielvorgang von eindringlicher Einfachheit ...

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Die Kurbler

Ab Mitte der 50er Jahre kamen die Roulette-Automaten in großer Zahl auf dem Markt. Ursache war die Nutzung der neuen Freiheiten durch die Hersteller entsprechend den neuen gesetzlichen Reglungen für Geldspielautomaten von 1953. Vorgeschrieben war eine Mindestspieldauer von 15 Sekunden bei Einsatz von 10 Pfennig mit einem Höchstgewinn von 1 Mark. Die Gewinnausschüttung musste mindestens 60 Prozent aller Einsätze betragen.

Die Firma Günther Wulff aus Berlin entwickelte eine mechanische Version für das Thema Roulett mit einer Kurbel zum Spielstart. Die Ära der Kurbler begann mit dem Duomat 1956. Im Jahre 1958 erschien ebenfalls mit einer Kurbel das erste mechanische Dreischeibengerät, der Präzisa.

 

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Wulff Goldene Zwölf
"Ein guter Wurf - DIE GOLDENE ZWÖLF", so stand es in den Werbeanzeigen 1956 von Wulff im AM. Interessant war auf alle Fälle das Spielsystem, mit der gemischten Beschriftung von Würfelsymbolen auf der linken bzw. rechten Walze und Geldbeträgen auf der Mittelwalze. Beim Würfelspiel bedeuten gleiche Symbole oder eine hohe Augenzahl einen Gewinn. Bei der Goldenen Zwölf ist wie schon der Name sagt eine Zwölf aus 2x sechs Augen auf der linken und rechten Walze ein Hauptgewinn, der auf der mittleren Walze als Geldbetrag angezeigt wird. Bei einer beliebigen Kombination von Fünf und Sechs auf den linken und rechten Walzen gab es eine Auszahlung vom doppelten Einsatz (20 Pfg.). Eigentlich ein einfaches und zugleich interessantes Spielsystem nach heutiger Betrachtung. Leider hatte der Markt 1956 eine andere Meinung. Es wurde nur eine mittlere Stückzahl produziert. Neben der Goldenen Zwölf gab es zeitgleich den Rotomat Juwel von Wulff mit den gewohnten Zahlendesign auf den Walzen. Das Rennen machte ganz klar der Rotomat Juwel. Im Adretta wurden 1960 einige Teile aus den Abläufern der Goldenen Zwölf wieder verwendet. Die Goldene Zwölf ist heute trotz der mittleren Serienproduktion äußerst selten. Bekannt ist noch eine Exportversion mit anderer Scheibe und Währung unter den Namen „Double Six“.

 

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Wulff Perfekta

Die letzten rein mechanischen Geldspielautomaten in Deutschland wurden 1960/61 bei Günter Wulff, Berlin entwickelt und hergestellt. Ein Vertreter war der Perfekta. Er hatte als einziger Wulff-Bandit die Auszahlung von 10 Pfg. In die Konstruktion ist natürlich das gesamte Wissen seit dem Rotomat eingeflossen. Die Maschine macht weniger Laufgeräusche als z.B. eine Rotamint aus der Zeit, wo die Automaten fast nur in Gaststätten hingen und nicht jeder den „Automatenkrach“ beim Essen hören wollte. Ein weiter Pluspunkt war die Unabhängigkeit von einer Steckdose. Nachteilig für den Perfekta war auf alle Fälle der fehlende Voreinwurf von 10 Münzen, wie bei der Konkurrenz. Die fehlende Beleuchtung war ein weiterer Nachteil. Die Nachteile wurden über den Preis ausgeglichen. So gab es den Perfekta beim Großhändler für 665,- DM abzüglich 100,- DM für jedes Altgerät. Damit war der Perfekta mindestens 100,- billiger als elektromechanische Automaten. Preiswerter gab es nur den Astoria Supra (595,- DM – 100,- DM). Trotzdem gab es eine hohe Auflage von über 4000 gebauten Automaten. Vom Perfekta ist noch eine Exportversion mit einer englischen Scheibe bekannt. 1964 gab es Nachauflage mit dem Ludus von Lindl und Rollomat von Wolf.

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Zinkfraß
Fast jeder Sammler alter Spielautomaten kennt das Problem Zinkfraß / Zinkpest und ist erschrocken wie ein Sammlerstück schrittweise zerfallen kann. Im Bild links ist eine Schlageinrichtung von einen Fingerschlag Triumpf mit starken Zinkfraß zu sehen.
Alle Versuche, die von der "Zinkpest" angegriffenen Teile durch Einölen, Tauchlackieren oder sonstige Versiegelungen zu erhalten, sind zwecklos, denn: Der "Zinkfraß" ist eine Reaktion, die von innen heraus wirkt und von außen nicht aufzuhalten ist. Dennoch muss man nicht kapitulieren bei Zinkfraß, nach Kenntnis der Ursachen.

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